Gestern, am Sonntag, dem 27. März, wurde der Abschiedsgottesdienst von Pastor Gundlack unter dem Motto "Auf dem Sprung ins neue Land" in Zusammenarbeit mit der Kongogruppe gefeiert. Im Anschluss bot die Kongogruppe Kaffee und leckeren Kuchen im Gemeindehaus an. Die Mitarbeitenden hatten außerdem einen Verkaufsstand mit selbst hergestellten Artikeln hergerichtet, und alle Einnahmen kommen wieder im vollen Umfang den Projekten in der Demokratischen Republik Kongo zugute. Wir bedanken uns herzlich für die Einnahmen und wünschen Peter Gundlack für seinen 3000 km langen Pilgerweg nach Santiago de Compostela viel Glück und Gottes Segen.
Hoffnung wird definiert als vertrauensvolles Warten auf Erfüllung. Vor dem Hintergrund der Covid-19-Pandemie hat sich die Lebensweise der Menschen auch bei uns sehr verändert. Die Menschen sind derzeit aufgrund verschiedener Einschränkungen, die zur Eindämmung der Ausbreitung der Pandemie verhängt wurden, nur eingeschränkt in der Lage, Dinge zu tun, die sie früher einfach getan haben. Viele Menschen tragen Verletzungen durch die Krankheit davon, weil sie einen oder mehrere geliebte Menschen oder ihren Arbeitsplatz verloren haben, ihr Geschäft bankrottgegangen ist, sie die Krankheit zwar überlebt, aber weiterhin schlechte Erinnerungen daran haben, oder weil sie von Familienmitgliedern und Freunden getrennt sind und sie nicht mehr besuchen können. Es gibt nur eine Sache, die den Geist erhält und stärkt, nämlich die Hoffnung und die Zuversicht, dass die Situation wieder normal wird, auch wenn sie anders sein wird als vor Covid-19, denn nichts ist für die Ewigkeit. Dreitausend Kilometer in zwei bis drei Monaten zu laufen, wie es Pastor Gundlack plant, ist nur dank der Hoffnung möglich, einer inneren Energie, die von der Zuversicht beseelt ist, das anspruchsvolle Ziel zu erreichen. Der Apostel Paulus (Philipper 3, 12 - 14) sagt: "Ich vergesse, was da hinten ist uns strecke mich aus nach dem, was da vorne ist und jage nach dem vorgesteckten Ziel." Mit seiner mutigen Entscheidung, den 3000 Kilometer langen Pilgerweg zu gehen und um Spenden zu bitten, will Pastor Gundlack den Ausbau des Maranatha-Schulkomplexes fördern. Damit macht er Kindern und ihren Eltern, die unter andauernden Konflikten und Gewalt, Unsicherheit und Armut leiden, Hoffnung auf ein besseres Leben. Viel Glück, Pastor Gundlack.
Quelle: Mwaka Nasekwa
Mwaka Nasekwa mit dem Lehrerteam und Schüler*innen des Maranatha Schulkomplexes
Wie bereits berichtet, pilgert Pastor Peter Gundlack ab dem übernächsten Monat auf dem Jakobsweg von Bad Fallingbostel aus nach Santiago de Compostela in Spanien. Dazu nutzt er eine dreimonatige Studienzeit plus einen Monat Urlaub. Sein Pilgerweg beginnt am 1. April um 7:45 Uhr mit Reisesegen und Pilgerstempel in der Dionysiuskirche, und Interessierte sind herzlich eingeladen, sich zu verabschieden bzw. ein erstes Stück auf dem Weg mitzugehen. Sein Weg der Selbstfindung mit Begegnungen mit der Natur, anderen Menschen sowie der Hoffnung auf Gottesbegegnungen ist zugleich eine Abschiedstour von Bad Fallingbostel und Bommelsen, und so hatte Peter Gundlack die Idee, seine Gemeinde mitzunehmen. Er wird von Zeit zu Zeit Nachrichten von seinen Erlebnissen, Begegnungen und auch Gedanken übermitteln. Den Gemeindemitgliedern wird außerdem die Möglichkeit eröffnet, jeden der ca. 3000 Kilometer mit einem kleinen Betrag zu sponsern und damit die Kongoprojekte der Kongogruppe nachhaltig zu unterstützen. Das Team der Kongogruppe bedankt sich von Herzen für diese Aktion und hofft zusammen mit Peter Gundlack und den geförderten Schulkindern und Familien in der DR Kongo auf eine rege Beteiligung. Interessierte finden Pastor Gundlacks ausführlichen Aufruf, das Anmeldeformular und das Plakat zum Sponsoring bei den Downloads auf der Seite "Wissenswertes".
Am 27. März wird die Kongogruppe sich beim Abschiedsgottesdienst von Peter Gundlack einbringen, der sich ab dem 1. April als Pilger auf den Jakobsweg begibt und anschließend als Pastor nach Hannover zurückkehren wird. Es ist geplant, verschiedene Artikel zugunsten der Projekte im Kongo nach dem Gottesdienst zum Verkauf anzubieten. Neu ab sofort ist die Möglichkeit, auch online per QR-Code für die Kongohilfe zu spenden.
"Wir haben in der CSM ( Centre Scolaire Maranatha / Schulzentrum Maranatha) eine weitere, dem FPB ( Ferme Pédagogique de Bunji) ähnliche Gruppe ins Leben gerufen. Die Eltern der Schüler lernen landwirtschaftliche Techniken. Wir haben ihnen einen Raum angeboten, in dem sie den Gemüseanbau erlernen können, um ihre Ernährung und Lebensmittelsicherheit zu verbessern. Wir werden bald mit der Aufzucht von Hühnern beginnen. Wir haben dem Team eine "Maman" zur Seite gestellt, die es betreut und anleitet.
2001 besuchte der junge Student Mwaka Nasekwa die Region des Heidekreises. Waltraud Graner bat damals Klaus Harjes um Unterstützung bei der Übersetzung und Kommunikation. Mwaka war voller Optimismus sein Land zu unterstützen, vor allem Schulkindern den Besuch der kostenpflichtigen Schulen zu ermöglichen. Anfänglich wurden Bleistifte und Brillen gesammelt und Pakete in den Kongo gesandt. Es entstand eine feste Verbundenheit mit dem Wunsch mehr zu helfen. Glücklicherweise fanden sich viele Unterstützer in der Gemeinde. Zahlreiche Projekte konnten finanziert werden. Diese Arbeit kann nun fortgesetzt werden. Die Leitung übernehmen als Team Oliver Boock und Carmen Schoppan, die bereits seit vielen Jahren aktive Mitstreiter der Kongogruppe sind. Klaus Harjes wird weiter als Übersetzer unterstützen. "Wir freuen uns über das Vertrauen der Gruppe. Der Zusammenhalt, die gute Gemeinschaft und die Kreativität gibt uns Rückhalt. So können wir unsere Brüder und Schwestern im Kongo weiter unterstützen und ein kleines Licht in dunklen Stunden sein." An dieser Stelle auch ein herzliches Dankeschön an unsere Dauerspender. Oliver Boock und Carmen Schoppan
Quelle: Kongogruppe
Klaus Harjes, Carmen Schoppan und Oliver Boock (von links)
Mit großer Trauer haben wir vom Tod unserer geliebten "Maman" und Freundin Waltraud erfahren. Zuallererst möchten wir Ihnen allen unser tiefstes Beileid aussprechen. Der Tod ist für jeden Menschen unausweichlich, aber die Trennung ist immer schmerzhaft. Waltraud war für uns eine gute Freundin und "Maman". Wir kennen die Familie Siegfried (Graner) und die evangelische Kirche in Bad Fallingbostel seit 1996 während meiner Studienreise nach Deutschland mit Unterstützung des OSW. Ich wohnte während des gesamten Aufenthaltes in Fallingbostel bei dieser Ärztefamilie, und seither sind wir uns sehr nahe geblieben. Waltraud war sehr stark in ihrem christlichen Glauben und sehr liebenswürdig. Heute ruht sie bei ihrem himmlischen Vater in ewiger Seligkeit. Ich weiß, dass sie eine große Lücke in der Familie, der Kirche und der Gemeinschaft hinterlässt. Sie war eine große moralische, geistige und materielle Stütze für uns. Ihr Andenken wird für immer in meinem Herzen und meinem Geist bleiben. Meine Familie hat sie nie persönlich kennengelernt, aber sie kennt sie sehr gut durch ihre Werke. Und alle weinen in diesem Moment mit Ihnen. Doch unsere Freude ist, dass sie nun friedlich beim himmlischen Vater ruht. Wir laden Sie ein, in ihre Fußstapfen zu treten. Möge der Gott allen Trostes Sie in dieser Zeit der Trauer und in alle Ewigkeit trösten. Möge die Gnade und Barmherzigkeit Gottes mit Ihnen sein.
Waltraud Graner, Initiatorin und beherzte, unermüdliche und unersetzbare Mitarbeiterin in der Kongogruppe Bad Fallingbostel ist in der Nacht vom 7. auf den 8. September verstorben. " Und was heißt nicht mehr zu atmen anderes, als den Atem von seinen rastlosen Gezeiten zu befreien, damit er emporsteigt und sich entfaltet und ungehindert Gott suchen kann?" (Khalil Gibran) Möge Waltraud in Frieden ruhen - sie wird immer in unseren Herzen sein.
Nach dem Ausbruch des Mount Nyiragongo am 22. Mai erhielten wir die gute Nachricht von Mwaka Nasekwa, dass die Stadt Goma und der Schulkomplex Maranatha verschont blieben. Er schreibt: Seit gestern ist die gesamte Bevölkerung von Goma und Umgebung nach dem Vulkanausbruch, der seit 18 Stunden andauert, in Aufruhr. Die Bewohner sind in alle Richtungen geflohen. Glücklicherweise zeigt der Bericht von heute Morgen, dass die Stadt Goma verschont blieb, aber die Dörfer am Rande des Nyiragongo-Territoriums waren betroffen. Die Straße zwischen Goma und Rutshuru (Norden) ist abgeschnitten, und mehrere Dörfer wurden komplett zerstört. Die Lava floss in die entgegengesetzte Richtung unseres Projektstandorts. Daher ist der Schulkomplex Maranatha weit von der Stelle entfernt, an der die Lava floss. Die Menschen, die geflohen sind, beginnen, in ihre Häuser zurückzukehren. Andere flohen in das benachbarte Ruanda. Marthe und Aimées Familie (Mwakas Frau und Tochter) sind in den Süden geflohen (25 km von der Stadt entfernt). Es geht ihnen gut, und sie bereiten sich auf die Rückkehr in ihre Heimat vor, wie die meisten Menschen, die geflohen sind. Lesen Sie dazu auch den Artikel in der Walsroder Zeitung vom 25. Mai.
Anlässlich einer Grundschulinspektion wurde der Maranatha Schulkomplex aufgrund seiner vorbildlichen Infrastruktur als Zentrum für die Weiterbildung von Lehrern im Nyiragongo - Territorium ausgewählt. Leider musste der Neubeginn des Unterrichts vom 5. Januar wegen der Corona - Pandemie auf bisher unabsehbare Zeit verschoben werden, und die Schüler und Schülerinnen erwarten sehnsüchtig den Schuljahresbeginn. Kulu Maheshe Plamedi, Adili Rwahunga, Christine Alliance und Mulume Nambasha Crispin sind einige der Kinder, die mit Hilfe der Kongogruppe kostenfrei am Unterricht teilnehmen, und sie sind glücklich, zur Schule gehen zu dürfen. Lehrerin, Arzt, Hebamme, Architekt - das sind ihre Berufswünsche, und sie lernen fleißig, um ihre Ziele zu erreichen. Das haben sie Bayongwa Nankola Moise erzählt, dem Direktor der Schule, der selbst Vater von 15 Kindern ist. Ihm hat es viel Freude bereitet, mit den Kindern zu sprechen und zu entdecken, welches Potential in ihnen steckt. Alle senden ihren Dank und herzliche Grüße nach Bad Fallingbostel: Möge Gott euch segnen.
Quelle: Mwaka Nasekwa
Kulu Maheshe, Adili, Christine, Mulume Nambasha und Herr Moise